Derzeit habe ich nicht viel Glück bei der außerhäuslichen Hörnchenbeobachtung. Ein ums andere Mal „begnüge“ ich mich mit der Bewunderung der Arten- und Blütenpracht des Botanischen Gartens und sehne insgeheim ein wenig den Herbst herbei, wenn Blätter und Sträucher sich zurückziehen und den Blick auf die Eichhörnchen wieder freigeben.

Letztens, als wir mit der Familie unterwegs waren, trafen wir dann aber doch ein Hörnchen – eines aus der Mutfraktion. Nachdem wir uns gegenseitig erblickt hatten, beobachteten wir uns interessiert, und das Eichhörnchen kam ein wenig näher. Hörnchen der Vorsichtsfraktion klettern beim gegenseitigen Anblick gegebenenfalls lieber erst einmal noch einen Ast höher. 😄

Sie nicht! Als ich ein wenig mit der Nussdose raschelte, kam sie schnell und interessiert näher. Auf die übliche, vom eigentlichen Geschehen ablenkende Art des Hin- und Herschnüffelns um die ihr zugeworfene Nuss wollte sie sich diese natürlich nicht entgehen lassen. So konnte ich ein paar Fotos machen und ihr beim Walnüssefuttern zusehen.

Zuhause stellte ich dann erfreut fest, dass wir uns offenbar schon mehrmals getroffen hatten: zweimal im April, zweimal im Mai und nun wieder im Juni. Das beste Erkennungszeichen ist der Strich auf ihrer Nase, von dem ich zunächst dachte, es sei etwas Erde. Zusammen mit dem Zacken im rechten Ohr ist die mutige Hörnchendame dadurch gut zu erkennen und von den anderen zu unterscheiden.

Hoffentlich treffen wir uns noch öfter! 🙏